Häufig gestellte Fragen zum Thema Solarthermie

 

1. Ist mein Haus für eine Solaranlage geeignet?

Egal, ob Photovoltaik oder Solarthermie, beinahe jedes Gebäude ist für die Nutzung einer dieser Anlagen geeignet.

Bei den vielen Möglichkeiten eine Solaranlage zu installieren, findet sich auch für Ihr Haus die richtige Variante. Einen Teil der notwendigen Investitionskosten können Sie dabei über die entsprechenden Förderprogramme abdecken. Parallel hinzu gibt es neue Fördermittel für Speichertechnologien!
Solaranlagen lassen sich je nach vorhandenen baulichen Voraussetzungen ganz unterschiedlich installieren. Neben Solaranlagen, die direkt in ein vorhandenes Gebäude integriert werden, gibt es auch Systeme, die unabhängig von Gebäuden errichtet werden können.

Es wird unterschieden zwischen:

  • · Aufdachmontage: Montage der Kollektoren auf Montagegestellen oberhalb der vorhandenen Dacheindeckung
  • · Indachmontage: Montage der Kollektoren an Stelle der Dacheindeckung
  • · Flachdachmontage: Montage der Kollektoren auf Flachdachmontagegestellen
  • · Aufständerung im Freigelände
  • · Fassadenintegration (Gebäudeintegration)
  • · festes oder nachgeführtes System auf einem Mast (Tracker Systeme genannt)

Wichtig ist, dass die vorgesehene Fläche weitgehend beschattungsfrei ist. Außerdem muss die Dachstatik die zusätzliche Belastung aufnehmen können und der optische Gesamteindruck sollte unter den Veränderungsmaßnahmen nicht leiden.

 

2. Kann ich meinen Warmwasserbedarf durch Solarenergie abdecken?

Die vollständige Deckung des Warmwasserbedarfs ist von Mai bis September bei einer üblichen Auslegung der Anlage kein Problem.

Um eine vollständige solare Warmwasserversorgung auch im Winter zu erreichen, müsste man die Kollektorfläche um ein Vielfaches vergrößern. Angesichts der Kosten ist dies meistens nicht sinnvoll. Im Winter dient die Solaranlage deshalb oft nur der Vorerwärmung des Kaltwassers. Die restliche Energie kommt von der konventionellen Heizung oder einer in Kombination angeschlossenen Wärmepumpe oder mit Verbindung eines Pufferspeichers. Eine gut geplante Solaranlage kann in unseren Breiten über das Jahr gesehen ca.60 Prozent des Wassers zum Duschen und Waschen erwärmen. Für eine genaue Planung der Anlage sollte ein Fachbetrieb heran gezogen werden.

Bei Fragen hierzu oder Anfragen zu geeigneten Fachbetrieben in Ihrer Nähe einfach per Mail an: info@bsd-finanz.de

 

3. Kann ich mit einer Solarwärmeanlage auch heizen?

Wichtig!

Immer mehr Deutsche nutzen die solare Wärme auch für die Heizung der eigenen vier Wände!

Kombinierte Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung können im Frühjahr und Herbst das Haus mit Wärme versorgen und im Winter den Heizkessel unterstützen. Gerade hier gibt es aktuell technisch ausgereifte ganzheitliche Systeme am Markt, die leider wenig Beachtung in der Öffentlichkeit finden.

Solarwärmeanlagen zur Heizungsunterstützung haben eine größere Kollektorfläche als Anlagen, die nur der Warmwasserbereitung dienen. Sie verfügen zudem über einen speziellen Speicher.

Besonders effizient arbeiten Solaranlagen zur Heizungsunterstützung in Häusern, die mit modernen Heizungsanlagen (Luft-Wasser-Wärmepumpe) und einer guten Wärmedämmung am Gebäude ausgestattet sind.

 

4. Muss eine Kollektoranlage baulich genehmigt werden?

Der Einbau einer Solaranlage bedarf in Deutschland in der Regel keiner Baugenehmigung.

Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist eine spezielle Genehmigung des Denkmalschutzbeauftragten notwendig. Einen rechtlichen Anspruch auf eine solche Genehmigung gibt es jedoch nicht.

Einige Fördermittelgeber verlangen zudem eine städtebauliche Stellungnahme, die je nach Kommune unterschiedlich zum Beispiel in den Stadtplanungsämtern erhältlich ist.

Bsp. eines aktuellen Projekte in Offenburg: Programm 100 Häuser „klimafit“ in Offenburg!

 

5. Wann macht sich eine Solaranlage bezahlt?

In der Solartechnik gibt es zwei Amortisationszeiten, die energetische und die finanzielle. Die energetische Amortisation einer Solaranlage gibt die Zeit an, in der die Anlage die Energiemenge erzeugt, die zu ihrer eigenen Herstellung benötigt wurde.

Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung amortisieren sich energetisch etwa nach 1,5 bis 2,5 Jahren, Anlagen zur Stromerzeugung nach etwa 1 bis 3 Jahren.

Die finanzielle Amortisation, also die Zeit, in der sich eine solarthermische Anlage rechnet, ist von den Techniken für die Warmwassererzeugung und dem Preisniveau für Öl und Gas abhängig sowie von den Zuschüssen, die man für den Einbau einer Solaranlage erhält.

 

6. Wann sollte eine Solarthermie - Anlage eingebaut werden?

Beim Neubau eines Hauses ist der Zeitpunkt zur Installation besonders günstig. In der Regel können etwa 20 Prozent der Kosten gegenüber einem späteren Einbau eingespart werden.

Wem hier die finanziellen Spielräume fehlen, der sollte auf jeden Fall durch richtiges Verlegen von Rohren und den Einbau eines geeigneten Warmwasserspeichers eine spätere kostengünstige Nachrüstung bereits beim Bau ermöglichen.

Eine Nachrüstung von Gebäuden ist grundsätzlich immer möglich. Bei bestehenden Gebäuden bieten sich eine anstehende Heizungsmodernisierung oder eine Dachsanierung als günstiger Zeitpunkt an. Wer eine Heizungsmodernisierung oder Maßnahmen zur Wärmedämmung mit dem Einbau einer Solaranlage kombiniert, dem stehen zusätzliche Fördermittel zur Verfügung. Bei Fragen zu Fördermittel steht Ihnen das BSD Team gerne zur Verfügung.

 

7. Was ist bei der Montage einer Solarthermie - Anlage zu beachten?

Die Sonnenstrahlung in Deutschland ist in allen Regionen des Landes groß genug, um solarthermische Anlagen sinnvoll zu betreiben.

Die besten Ergebnisse erreichen Sie unter den folgenden Voraussetzungen:

  • · Ausrichtung zwischen Südost und Südwest
  • · möglichst wenig Schatten
  • · Dachneigung zwischen 20 und 60 Grad

Pro Person braucht man dann für die Brauchwasser-Erwärmung etwa 1 bis 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche. Mit einer etwas größeren Kollektorfläche kann man auch auf einer West- oder Ostseite der gleiche Energieertrag erzielen. Flachdächer sind ebenfalls gut geeignet. Auch eine Aufstellung im Garten oder eine Wandmontage sind möglich!

Der notwendige Warmwasserspeicher benötigt eine Stellfläche von etwa einem Quadratmeter mit circa zwei Metern Höhe.

 

8. Wie hoch ist der Wartungsaufwand einer Solarthermie - Anlage?

Der Betriebs- und Wartungsaufwand für Solaranlagen ist vergleichsweise gering. Wie alle technischen Anlagen sollten jedoch auch Solaranlagen aller Art regelmäßig überprüft und gewartet werden.

Bei Solarthermie - Anlagen kann dies kostengünstig mit der jährlichen Wartung des Heizkessels verbunden werden.

Wichtig: So genannte Wärmemengenzähler gewährleisten ohne hohe Mehrkosten eine genaue Erfassung der Wärmemenge. Dadurch kann geprüft werden, ob die Leistung der Anlage den Erwartungen entspricht und ob unter Umständen ein Problem vorliegt.

 

9. Wie ist eine solche solarthermische Anlage aufgebaut?

Solarthermische Anlagen bestehen aus einem Solarkollektor, einer Regeleinheit mit Pumpen und einem Warmwasserspeicher.

Im Kollektor (=lateinisch für Sammler) sammeln Kupferbleche die Sonnenenergie ein. Unter den Blechen sind Kupferrohre befestigt, durch die eine Wärmeträgerflüssigkeit fließt. Sie transportiert die Wärme.

Die Regeleinheit mit der Pumpe sorgt dafür, dass die Wärmeträgerflüssigkeit durch die Anlage fließt. Im gut gedämmten Solarspeicher wird die Wärme über Wärmetauscher dann an das Speicherwasser abgeben. So steht das warme Wasser auch nachts oder an Regentagen zur Verfügung.

In Deutschland kommen am häufigsten Flachkollektoren, Luftkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren zum Einsatz.

 

10. Wie lang ist die Lebensdauer einer Solarthermie - Anlage?

Qualitativ hochwertige Solaranlagen können noch nach über 30 Jahren Wärme produzieren. Auf die Funktionsfähigkeit der einzelnen Komponenten einer Solaranlage geben viele Hersteller eine mehrjährige Garantie.

 

11. Wie teuer ist eine Solarthermie - Anlage?

Der Preis einer solarthermischen Anlage hängt vor allem von der benötigten Warmwasser-Menge des Haushaltes ab, aber auch von der Art der Solarkollektoren und der technischen Kombilösung ab.

Beispiel: 4-Personen-Haushalt

Die Preise für eine Anlage mit Flachkollektoren ausgelegt für einen 4-Personen-Haushalt liegen derzeit zwischen 4.000 und 6.000 Euro inklusive Montage. Wenn zusätzlich eine Heizungsunterstützung gewünscht wird, muss man mit Kosten von etwa 8.000 - 10.000 Euro kalkulieren.

Vakuumröhrenkollektoren sind etwa um 30 Prozent teurer als Flachkollektoren. Diese Preise gelten für alle erforderlichen Komponenten inklusive Montage und Mehrwertsteuer.

Mehr Informationen auch unter:

http://youtu.be/ZHT4OjHovGw